Karl Julius Prelog um 1942/43 mit seinem Bruder Herbert.

1958 nahm ich den Namen Drago an, um auf meine südslawische Herkunft hinzuweisen.


B I O G R A F I E 

 

D R A G O  J . P R E L O G

(eigentlich Karl Julius Prelog, nennt sich seit 1958 Drago) 

1939 in Celje, Slowenien geboren - 1944 Übersiedlung in die Obersteiermark / Österreich. 

Nach den Pflichtschulen in Markt Haus und Schladming folgen vier Jahre Bundesgewerbeschule 

(Kunstgewerbeschule) in Graz, Abt. Dekorative Malerei. 1958 bis 1962 sieben Semester Akademie der bildenden Künste, Wien (Prof. A.P. Gütersloh) bewusst kein Diplom anstrebend - Abbruch.  

1959 Beginn der Ausstellungstätigkeit - seither viele hundert Ausstellungen im In- und Ausland.  

1969 bis 1979 Lehraufträge für Malerei, 1974 bis 1997 für Schrift- und Schriftgestaltung an der Akademie der bildenden Künste, Wien. 1986 Entwicklung der PRELOGRAPHIE. 

Lebt und arbeitet in Wien. 

 

Zum Werk 

"ICH BILDE NICHT AB - ICH SETZE ZEICHEN" 

Das Verhältnis Bildgeschehen zu Bildrand, rituelle Elemente und eine ausgeprägt piktographische Bildauffassung bestimmen das Werk. In den frühen Arbeiten (1959) strebten Linienknäuel, sich auflösend, programmatisch vom Zentrum zum Bildrand. (ZENTRALFORMATIONEN)  In den danach folgenden SKRIPTURALEN  Arbeiten breitete sich das Bildgeschehen über die gesamte Fläche aus, etwaige Kompositionsschwerpunkte wurden durch Struktur und Rhythmik ersetzt. 

In den UMLAUFBILDERN, begonnen in den Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts, konzentriert sich das Geschehen den Bildrand entlang. In den HAUT,- und RINDENBILDERN ragen die Farbkrusten dem Betrachter entgegen. Dazwischen liegende Werkabschnitte wie etwa die BERG-, "STEFFL"- und PROFILBILDER sind keineswegs als konventionelle Abbilder, sondern als Piktogramme zu verstehen. Die langjährige, durch Lehrtätigkeit bedingte Auseinandersetzung mit der Materie Schrift führte schließlich zur Entwicklung des "PERSÖNLICHEN ALPHABETS" als Bildthema. 

 

"SCHRIFT IST MEIN THEMA; MEINE OBSESSION. ICH KREISE IMMER WIEDER UM DIESES SUJET, WANDLE ES AB UND FINDE NEUE FORMEN. DAS BILD HAT UNS DIE SCHRIFT GESCHENKT- ICH GEBE SIE DEM BILD  ZURÜCK.“